Botanisches Malen

nach Alexander von Humboldt

Alexander von Humboldt unternahm vor rund 200 Jahren Forschungsreisen unter anderem nach Lateinamerika, in die USA und nach Zentralasien. Um die Entdeckungen festzuhalten, füllten er und seine Begleiter hunderte von Reisetagebüchern, Journalen und Briefen. Nicht alle davon enthielten perfekte botanische Zeichnungen, aber mit den dokumentieren Informationen war er auch nachträglich in der Lage botanische Zeichnungen anzufertigen. Das Wissen „Wie“ man botanischen Zeichnungen anfertigt wurde zum Glück weitergegeben und wird auch heute noch angewendet.

Auch 200 Jahre später haben botanische Zeichnungen einen Vorteil gegenüber Fotos: Sie können eine Pflanze vollständig von der Wurzel bis zur Blüte oder in unterschiedlichen Phasen gleichzeitig darstellen.

Auch der Prozess des Malens hat einen Platz in der modernen Welt: Es hilft zu Entschleunigen. Beim botanischen Malen nimmst du dir Zeit für dich, malst stressfrei im eigenen Tempo und selbst kreisende Gedanken werden meist immer leiser.

Wie läuft ein Malkurs oder Workshop ab?

Beim botanischen Malen malt jeder an einem eigenen Motiv. Egal, ob du ein Blatt, eine Blüte oder eine Frucht malen willst, die Grundregeln des botanischen Malens und das Mischen von Aquarell Farben sind auf alle Motive anzuwenden. Wichtig ist, dass du die Pflanze gerne ansiehst. Ob sie einfach oder schwierig zu malen ist, spielt kaum eine Rolle.

Schön, aber ich kann nicht zeichnen!

Beim botanischen Malen geht es nicht um das “perfekte” Bild. Es geht darum Pflanzenarten möglichst detailgetreu darzustellen. Wichtig ist dabei das Wort „möglichst“ – meist sehen wir sogar mehr Details, als man überhaupt malen kann. Bewusst hinzusehen ist dabei genauso wichtig, wie das Malen an sich. Beim genauen Hinsehen entdeckst du Details, die du noch nie beachtet hast!